Hier werde ich einfach mal ein paar "Filmskripts" veröffentlichen, die ich aus Langeweile oder auch aus Überzeugung geschrieben habe.
Keines davon ist jedoch beendet worden.



Ironic - Es ist seine Geschichte (Mitte 2006)


Szene 1

Auf einer Party

Jack und seine Freundin Lissy feiern mit Freunden auf einer Party.
Jack unterhält sich mit seinem Kumpel Eric, während Lissy kurz zur Toilette geht.

Eric: Da hast du echt einen super fang gemacht, mit so einer heißen Frau an deiner Seite,
Kompliment! Ich hoffe nur, dass du sie gut behandelst. Falls nicht, bekommst du
wirklich ärger mit mir!
Jack: Ja, ist ja gut … aber sag mal, du bist doch mein bester Kumpel …
Eric: Ja schon ….
Jack: … und ich weiß, Lissy ist wirklich eine tolle Frau, aber ich glaube, sie ist nicht das, was ich brauche und will … wenn du verstehst.
Eric: Bitte?
Jack (schaut Emily hinterher): Sieh mal....

In diesem Augenblick kommt Lissy von der Toilette zurück.
Sie sieht mit an, wie ihr Freund Jack, Emily hinterher schaut.

Lissy (gibt Jack eine Ohrfeige): Sag mal …. Das hätte ich nicht von Dir gedacht!

Sie nimmt ihre Tasche und ihre Jacke und verschwindet.
Danni und Fréderic treten hinzu.

Danni: Na das haste ja mal wieder super hinbekommen mein Freund.
Fréderic: Du weißt ja gar nicht, was dir da entgeht, wenn Du Lissy einfach gehen lässt.
Eric (tritt näher und packt Jack am Hemd): Du hast gehört, was ich Dir gesagt habe, tu ihr ja nicht weh, sonst sind wir lange Zeit Freunde gewesen.
Fréderic (fasst Eric an der Schulter): Komm, wir gehen.

Sie schnappen sich ihre Jacken, Eric wirft Jack einen bösen Blick zu.

Danni (zu Jack): Wir werden dir schon helfen, dass wieder auf die Reihe zu bekommen.
Sobald Eric sich beruhigt hat, wirst du dich schön bei ihr entschuldigen.
Jack: Aber…

Danni klopft Jack auf die Schulter und geht.


Szene 2

Vor Lissys Haus

Jack steht mit einem Strauß Blumen vor dem Zaun des Hauses, Eric, Danni und Fréderic stehen hinter ihm.

Eric: Na dann zeig mal, was du kannst. Enttäusch uns nicht.
Danni: Immer Lächeln und freundlich bleiben.
Fréderic (zupft an Jacks Oberteil): So, jetzt klappt es auch mit der Geliebten.
Jack: Aber Jungs, ihr wisst doch, dass ich …
Eric: Na wird’s bald? Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit.

Jack bewegt sich in kleinen Schritten auf die Haustür zu, er dreht sich immer wieder um und schaut zu seinen Kumpels, diese treiben ihn als weiter voran mit Handbewegungen.
An der Haustür angekommen, braucht er gar nicht zu klingeln, da die Tür von allein geöffnet wird. Lissy und ihre Freundin wollen gerade das Haus verlassen.

Lissy (erblickt Jack): Jack… was gibt’s?
Jack: Ehm … ich … denke … ich wollte mich entschuldigen. (reicht Lissy die Blumen)
Lissy: Ach jaaa … du denkst du wolltest dich entschuldigen? Na dann (sie greift nach den Blumen)

Sie nimmt ihren Hausschlüssel und verlässt mit ihrer Freundin das Haus,
indem sie an Jack einfach vorbeiläuft. Die beiden Mädchen fangen an zu kichern.
Lissy wirft die Blumen in die Mülltonne und geht.
Jack steht noch immer an der Haustür, seine drei Kumpels erscheinen.

Eric: Sag mal, was war das denn?
Fréderic: Ich denke, er kann nichts dafür…
Eric: Ach du denkst? Das solltest du in Zukunft wohl lieber sein lassen.
Danni: Ey Jungs, ganz ruhig, ich habe da schon einen anderen Plan!

Nahaufnahme Jacks Gesicht.


Szene 3

In der Schule

Fréderic: Hey Jack, warte mal.
Jack: Was gibt’s denn?
Fréderic: Das mit Lissy, tut mir leid … und da ich dich aufmuntern möchte, dachte ich mir, wir machen mal was zusammen (zeigt Jack einen Flyer vom Schultheater).
Jack: Romeo und Julia? Nein danke!
Fréderic: Ach komm, das was du brauchst ist unter Leute zu kommen und welches Mädel steht nicht auf den charmanten Romeo?
Jack: Oh man … wenn’s sein muss.

Fréderic lacht und klopft Jack auf die Schulter, beide gehen aus der Kameraeinstellung.


Szene 4

Bühne Vorsprechen

Fréderic und Jack gehen in die Aula und setzen sich auf die Stühle.
Neben Jack sitzt Emily. Sie sieht ihn an, er sieht sie an und lächelt.
Emily: Hi …ich bin Emily.
Jack: Ich, ich weiß… (Emily schaut ihn verwundert an) … ehm ich bin Jack.

Der Schultheaterleiter betritt die Aulabühne.

Schultheaterleiter: Hallo und guten Tag, liebe Schauspielerinnen und Schauspieler und alle die es noch werden wollen, ich bin der Schultheater Ag Leiter Herr Witzwas und… (ein Mädchen fängt an zu kichern) … Entschuldigung, (er zieht seine Brille ab) gibt es irgendetwas, dass sie mir sagen möchten, falls ja, fangen sie doch gleich mal an uns zu zeigen, wie sie Romeo und Julia interpretieren. Vorhang auf.

Der Vorhang öffnet sich und das Mädchen steht auf der Bühne.
Sie spricht den Text von Julia, als sie ………………………….. (S. ……. Z. …..)

Herr Witzwas runzelt die Stirn: Der nächste bitte.

Olivio betritt die Bühne und versucht mit einem selbst komponierten Liebeslied Romeo und Julia zu interpretieren.

Herr Witzwas hält sich die Ohren zu: Das ist ja grauenvoll, dieses Katzengejammer, der Nächste!

Anastasia betritt die Bühne, sie ist ein Mädchen mit zerzaustem Haar, einer Brille und Schmink verschmiertem Gesicht.

Anastasia: Hallo, ich bin die Anastasia und ich würde gern die Rolle der Julia übernehmen, küssen kann ich auch gut… und ich schauspielere gern, am liebsten zuhause vor dem Spiegel.
Dann fang ich mal an …. (räusper) … Romeo … warum heißt du nur Romeo?

Herr Witzwas hält sich die Augen zu: Das kann doch nicht wahr sein, der Nächste.

Chris, ein Machotyp sitzt auf der anderen Seite neben Emily. Er sieht sie an.

Chris: Keine Angst Babe, ich werde die rolle des Romeos bekommen und dann steht einem Kuss zwischen uns zweien nichts mehr im Wege.

Emily lächelt ihn an. Jack hat dem zugehört und ihm geht einiges durch den Kopf.

Jack (in Gedanken): Er hat recht, seht sie euch nur an, so schön kann nur eine Julia sein, und die rolle des Romeos ist noch nicht besetzt. Das ist meine Chance.

Emily: Ehm … Jack? Sagtest du gerade etwas?

Jack: Ich äh … nein …

Emily: Gut, weißt du … ich denke, wir sollten zusammen vorspielen, kennst du die Szene in der es zum Kuss zwischen Romeo und seiner Julia kommt? Vielleicht sollten wir den dialog davor vorspielen. Was meinst du?

Jack: … der Dialog … sicherlich … klar!

Emily: Schön!

Herr Witzwas total begeistert: Chris, das war hervorragend! Erste Sahne, super klasse, nenne es wie du willst. Ich denke die Rolle des Romeos würde perfekt zu dir passen. (Er zeigt Chris einen erhobenen Daumen) Weiter so! … die Nächsten. Emily und Jack.

Romeo und Julia Dialog zwischen Emily und Jack.

Herr Witzwas steht auf, bevor es zu dem Theaterkuss kommen kann, er applaudiert.
Zieht seine Brille ab. Das war der absolute Wahnsinn, dass kann nicht wahr sein, kneift mich mal jemand? (Chris kneift Herrn Witzwas in den Arm) aua, nicht so fest!
(er dreht sich wieder zu der Bühne)... wisst ihr was? Ihr habt die Rollen! Das Casting ist beendet. Und ich mach jetzt Kaffeepause. Jack und Emily umarmen sich, lassen aber schnell wieder los, weil sie rot werden und es ihnen peinlich ist.

Chris: Aber Herr Witzwas …. Ich dachte …

Herr Witzwas: Ach du dachtest? Vielleicht solltest du den Lehrern lieber das denken überlassen. (singend) Mein Kaffee ruft …

Chris (Nahaufnahme): Argh!



Szene 5

Auf dem Flur

Emily: Jack, warte mal. Ich dachte, da du Romeo bist und ich die Julia, wäre es vielleicht praktisch, wenn wir noch mal zusammen lernen könnten? Nur wenn du willst.
Jack: Klar!
Emily: Okay … am Besten morgen um fünf am See?
Jack: (total Baff) alles klar.
Emily: Schön, also bis dann (sie geht).
Jack(allein, leise): bis dann … Emily.

Fréderic kommt vorbei. Packt Jack an der Schulter.

Fréderic: Sehr gut gemacht, Alter! (lacht) Ich denke sie ist schon etwas mehr dein Niveau nur pass auf Chris auf, er ist unberechenbar. (Fréderic geht)
Jack schüttelt den Kopf, er glaubt er träumt. Dann folgt er Fréderic.




Nie so wie es war (Januar 2007)

Raum/ Zimmer mit Schreibtisch und alter Schreibmaschine.

1: …Ich weiß nicht wie lange ich es schon geheim halte, es ist wahrscheinlich einer der Momente, in denen man ungewollt Zeit hat nachzudenken, über sich und sein Leben.
Eigentlich ist es nichts, worüber ich sprechen möchte, aber für euch denke ich, kann ich eine Ausnahme machen…

Zeiteinblende : 18. November 2003

Wohnung, 1 ist allein zu Hause, telefoniert

1: (auf dem Bett am telefonieren) Nein, eigentlich nicht … ich möchte heute nicht weggehen, nein, tut mir leid, aber ich kann doch nicht jedes Wochenende ausgehen. Jungs, ach wer braucht schon Jungs? … na siehste … also ich habe gerade sturmfrei, das muss ich doch ausnutzen. Ich mache meine eigene Party, nur ich mit meiner Musik. … Ja ist okay, ich wünsche euch viel Spaß, grüßt mir das Nachtleben! Ja bis morgen, tschüß!

Sie legt auf und macht ihre Musik an, danach zieht sie sich ihren Pullover aus.
Sie singt und tanzt zur Musik, vor dem Spiegel. Man sieht jemanden an der Tür vorbeihuschen. Sie tanzt weiter, bekommt Durst und geht an den Kühlschrank in der Küche.
Sie nimmt sich einen Saft. Sie schaut aus dem Fenster und sieht jemanden hinter sich.
Sie dreht sich um, doch niemand ist da.

1: Hallo? ….. Das kann doch gar nicht sein, 1 Du hast Halluzinationen.

Sie geht an die Tür und schaut ob sie abgeschlossen ist, der Schlüssel steckt.
Mit kleinen langsamen Schritten geht sie in das Wohnzimmer. Sie schaut sich um, niemand da. Sie sieht ein offenes Fenster, dessen Gardinen im Wind wehen. Sie ist erleichtert.

1: Ach super 1, hast Du mal wieder vergessen das Fenster zu schließen.

Sie dreht sich um und hinter ihr steht ein Junge. Sie erschrickt. Sie schauen sich an.

1: (nach einer Weile) … ähm entschuldigung, aber wie bist Du hier rein gekommen?

Der Junge schaut sie nur an und sagt kein Wort.

1: Okay, also Du musst nichts sagen, wenn Du nicht möchtest, aber falls Du was zu essen möchtest oder Durst hast musst Du das nur sagen.

Er nickt recht schnell.

1: Super, möchtest Du mir deinen Namen verraten? Dann sage ich Dir auch meinen.

Er zeigt auf sein Handgelenk, der Buchstabe „K“ ist in seinen Arm tätowiert.

1: „K“? Hm… was das nur zu Bedeuten hat … ist das etwa der Anfangsbuchstabe deines Namens?

Er nickt.

1: Na super … so viele Namen mit „K“ gibt es ja gar nicht … (sie schüttelt den Kopf).
Hm… willst Du ihn mir nicht verraten? Soll ich raten?

Er nickt.

1: Na toll, ist das jetzt ein Spiel oder … bist du stumm?

Er nickt.

1: Na schön … vielleicht heißt Du Konrad?

Er schüttelt den Kopf.

1: Konstantin?

Er schüttelt den Kopf.

1: Kai? Karlos? Karl? Kenny? Kevin? Kurt? Konrad? Kasper?

Er schüttelt zuerst kräftig den Kopf, doch dann fängt er an zu Nicken.

1: Kasper?

Er nickt. Dann umarmt er 1.

1: Na schön Kasper, warum bist Du hier?

Er zeigt auf einen Karton mit Karten.

1: Du möchtest Karten spielen?

Er nickt und nimmt sich die Karten aus dem Karton.

1: Na schön Kasper … dann hol ich uns mal was zu knabbern Du kannst ja schon mal mischen.

1 geht aus der Tür in die Küche, es klopft. 1 öffnet die Tür, es ist 2 ihr Bruder.

1: Hey 2, du kommst genau richtig, wir wollten gerade Karten spielen.

2: Achja … hey… wer ist denn wir?

Sie gehen in das Wohnzimmer.

1: Nach ich und K….. Kasper?

Die Karten liegen auf dem Tisch doch Kasper ist nicht mehr da.
1 dreht sich um und schaut zur Tür, dann schaut sie aus dem Fenster.

1: Komisch, bis eben war er doch noch hier.

2: Du bist komisch, aber das wusste ich ja schon immer.